| Die neue Produktion von Jacqueline Pasanisi heisst "Sig.ra Rossi" und wird anlässlich des Theater-festes 25 Jahre Theater am Gleis am 11. September in Winterthur uraufgeführt. "Sig.ra Rossi" ist ein soziales, kulturelles, zeitgenössisches Tanztheater-Solo. Das Stück handelt von einer Frau, die aus dem "Nichts" einen Schlaganfall sowie einen epileptischen Anfall bekommt und sich in einem behinderten Körper wieder findet. Nichts ist mehr wie vorher. Ihre emotionalen Zustände werden zu Berg- und Talfahrten. Durch ihre inneren und äusseren Prozesse schafft sie, das Schicksal anzunehmen und über sich hinaus zu wachsen.
Eine physische und psychische Auseinandersetzung mit dem Thema Grenzen und Behinderung.
Neben der körperlichen Behinderung und der emotionalen Auseinandersetzung kommt hinzu, dass in unserer Gesellschaft eine Behinderung einen gesellschaftlichen Abstieg bedeutet. Der nicht mehr funktionstüchtige Mensch wird degradiert. In den Ansprüchen an eine funktionstüchtige Gesell-schaft, gehen wir mit unserem Körper fahrlässig um. Nach belieben züchtigen und (ver)formen wir ihn, wir funktionieren ihn um, bis er eines Tages nicht mehr funktioniert. |